
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran beherrscht nach wie vor die Schlagzeilen, da die für den Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge von Hormuz geschlossen ist. Die Rohstoffpreise haben sich erheblich verteuert und die Börsen haben mit entsprechenden Kurskorrekturen reagiert. Solche geopolitischen Ereignisse sorgen für Unbehagen. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass investiert zu bleiben, die beste Strategie ist.
Wir waren entsprechend weiterhin aktiv in unserem COMMIT SwissFund und haben immer unter Wahrung eines Liquiditätspolsters gezielt Gelegenheiten wahrgenommen und einzelne Positionen wie etwa bei ABB, Accelleron und Amrize ausgebaut. Alle drei Unternehmen profitieren stark von den US-amerikanischen Infrastrukturprogrammen sowie dem enormen Bedarf an Energie,wie sie für Data Centers, grosse Lager- und Kühlhäuser sowie Industrieanlagen benötigt werden.
Die aktuelle Berichtsaison mit der Publikation der Jahreszahlen2025 und den Unternehmensausblicken 2026 gibt uns die Möglichkeit, einmal mehr die CEOs und CFOs aller wichtigen Schweizer Unternehmen zu treffen. Die regelmässigen Begegnungen mit den Unternehmensspitzen schlagen sich dann entsprechend in unseren Anlageentscheidungen nieder. Stellvertretend seien hierzwei Begegnungen von dieser Woche mit den CEOs von Accelleron und Amrize erwähnt.
Accelleron, hervorgegangen aus einer Abspaltung des ABB-Konzerns, ist ein weltweit führender Hersteller von Turboladern für Gas- und Dieselgrossmotoren mit margenstarkem Servicegeschäft und profitiert neben einer herausragenden Position in der Schifffahrt von der hohen Energienachfrage vor allem in den USA. Vor diesem Hintergrund investiert CEO Daniel Bischofbergergezielt in den Kapazitätsausbau, wobei er stets hohe Anforderungen an Effizienzund Flexibilität stellt. Als erfahrener, umsichtiger CEO äusserte sich Daniel Bischofberger wie folgt: „Der Abschwung muss bereits im Aufschwung gemanagt werden“. Die darin zum Ausdruck kommende Weitsicht hat uns beeindruckt. Die Unternehmensentwicklung von Accelleron spricht für sich.
Ebenfalls diese Woche hatten wir erneut Jan Jenisch, Chairman/CEO von Amrize, getroffen, der uns mit seiner hohen Kompetenz und seiner Klarheit in der Argumentation überzeugt hat. Das Unternehmen Amrize, das im vergangenen Jahr als Baustoffkonzern aus der Abspaltung des Nordamerikageschäfts von Holcim hervorgegangen ist, profitiert massiv von grossen Infrastruktur- sowie Industrie- und Gewerbeprojekten in den USA und Kanada. Neben Beton und Zuschlagstoffen ist Amrize auch ein führender Anbieter von Systemlösungen für die Bedachung grosser Flachdächer. Aufgrund der hohen Qualität lässt sich neben dem robusten Volumenwachstum auch eine starke Preissetzung realisieren, was zusammen mit den in den USA moderaten Rohstoff- und Energiepreisen zu eindrücklichen Margen führt.
Nach den signifikanten Kurssteigerungen bis Februar 2026 verzeichneten die Goldnotierungen in den letzten Tagen und Wochen tiefere Notierungen. Aufgrund der weltpolitischen Lage sowie den robusten Zentralbankenkäufen erachten wir die Beimischung von Gold aber nach wie vor als gute langfristige Absicherung vor geopolitische Risiken. Nichtsdestotrotz besteht die Überlegung, die Goldposition mittelfristig etwas zu reduzieren.
Wir bleiben unserer Maxime treu: Rasch, umsichtig und flexibelagieren und Marktverwerfungen konsequent nutzen.
Beim BVG liegt der Vergleichsindex seit Anfang Jahr bei -0.4%,während unsere ausgewogenen BVG-Portfolios im Schnitt bei +1.0% liegen. Der COMMIT Swiss Fund zeigt gegenüber dem SMI eine um rund 1% bessere Performance.